Von Erkältungen, Frieren und wie man Klimaanlagen richtig bedient

Von Erkältungen, Frieren und wie man Klimaanlagen richtig bedient

Es ist wieder einmal Sommer, und auch wenn die Temperaturen derzeit nicht unangenehm heiss sind, laufen doch an vielen Orten die Klimaanlagen auf Hochtouren. Haben auch Sie bereits festgestellt, dass die Frauen in den Büros oder an anderen Orten sich immer am meisten über die Kälte beklagen? Oder ist es auch schon Ihnen passiert, dass Sie mitten im Sommer eine massive Erkältung hatten? Tja, die Wissenschaft hat gerade im letzten Jahr einiges erwiesen, bei dem man bis anhin schon fast annahm, dass die Betroffenen ganz einfach übertreiben. Da auch Sie sich vielleicht diesen Sommer eine Klimaanlage anschaffen oder sich vor Kälte und Infektionen schützen wollen, beschäftigen wir uns im Artikel dieses Monats deswegen mit Fakten aus Studien sowie mit Vorbeugungsmassnahmen, die Sie persönlich treffen können.

Es ist nicht weiter verwunderlich, dass die Veröffentlichung der Studie von Boris Kingma und Wouter van Marken Lichtenbelt in der Publikation Nature Climate Change Aufsehen erregte. So hatten die beiden Forscher der Fontys University of Applied Sciences in Eindhoven in ihrer Studie über den „Energieverbrauch in Gebäuden und thermische Ansprüche von Frauen“ die Physiologie von 16 jungen Frauen während ihrer Arbeit im Büro untersucht und mit jener eines 70 Kilogramm schweren, 40-jährigen Mannes verglichen. Dabei kam heraus, dass die Stoffwechselrate der Frauen wesentlich geringer ist als jene, des Mannes. Das bedeutet, dass die Damen weniger Wärme produzieren. Da Klimaanlagen jedoch üblicherweise auf den „Standardmann“ eingestellt sind, also auf eine kühlere Temperatur, schlottern die Frauen durch den Büroalltag. Die Wissenschaftler zogen die Schlussfolgerung, dass Büros ihre Klimaanlage statt dessen auf eine Temperatur zwischen „Standardmann“ und „Standardfrau“ einstellen sollten, um so das allgemeine Wohlbefinden zu erhöhen. Auch die Kommentare auf Artikel sind interessant, wird doch vorgeschlagen, dass man ganz einfach nur mit Strickjacke oder Blazer ins Büro gehen soll, um so nicht zu frieren und dass auch der „Standardmann“ üblicherweise friere.

Doch welchen Sinn macht es, Energie zum Herunterkühlen eines Raumes zu verschleudern, so dass dann jedermann friert? Andere Studien haben erwiesen, dass der Körper durch den stetigen Temperaturwechsel (drinnen, draussen) geschwächt wird. Besonders zu Infektionen führt jedoch der Umstand, dass Klimaanlagen der Luft immer Feuchtigkeit entziehen, wodurch die Schleimhäute austrocknen. Um dem entgegen zu wirken, sollten Sie viel trinken und allenfalls auch einen befeuchtenden Nasenspray verwenden. Als weiterer Tipp wird gemeinhin genannt, die Raumtemperatur maximal 6 Grad kälter zu halten, als die Aussentemperatur, um so Temperaturschocks zu verhindern.

Ganz klar: die Temperatur in Büros und Supermärkten können Sie üblicherweise nicht kontrollieren. Sollte ein für die Klimatisierung von Bürogebäuden zuständiger Hausmeister diesen Artikel lesen, dann hoffen wir, dass die 6-Grad-Faustregel das Büroklima künftig angenehmer machen wird!

Wenn Sie selbst eine Klimaanlage haben, dann können Sie die folgenden Tipps befolgen, um das Raumklima ohne riesigen Energiebedarf angenehm zu halten:

1. Lüften Sie wenn es kalt ist

Lüften Sie die Räume Ihres Hauses am späteren Abend und frühen Morgen, wenn die Aussenluft noch kalt ist. Das hilft, diese herunter zu kühlen und auch eine gute Luftfeuchtigkeit zu erreichen. Schliessen Sie dann die Fenster, um die kühle Luft drinnen zu halten. Hierdurch wird Ihre Klimaanlage anschliessend weniger stark arbeiten müssen!

2. Lassen Sie die Rolläden herunter

Dies sollte selbsterklärend sein: lassen Sie die Rolläden herunter, um damit die Sonneneinstrahlung zu verringern. Halten Sie auch die Fenster und Türen während des Tages geschlossen.

3. Stellen Sie die Klimaanlage nicht zu kühl ein

Wie bereits oben erwähnt, sollte die Temperatur in Räumen maximal auf ein Level heruntergekühlt werden, das 6 Grad unter der Aussentemperatur liegt. Zu empfehlen ist ein Minimum von 22 Grad, da durch die Belastung des Körpers ansonsten Erkältungen oder gar Muskelzerrungen die Folge sind.

4. Schalten Sie die Klimaanlage aus, wenn Sie das Haus verlassen

Bereits vor einigen Wochen haben wir hierzu einen Artikel veröffentlicht: sowohl für den Geldbeutel wie auch die Umwelt sollte man in Erwägung ziehen, die Klimaanlage oder – im Winter – die Heizung immer dann auszuschalten, wenn man nicht zu Hause ist oder Fenster oder Türen öffnet. Um die Einstellungen einfacher zu machen und das Abschalten der Anlagen nie zu vergessen, gibt es verschiedene iPhone-Apps, wie zum Beispiel Tado.

5. Schalten Sie Wärmequellen ab

Seien Sie sich bewusst, dass auch Backöfen, Fernsehen und andere Geräte die Räume aufheizen. Schalten Sie sie also so oft wie möglich ab.

Sie können auch Jalousien mit heller Farbe verwenden, feuchte Tücher aufhängen oder Schüsseln mit kaltem Wasser aufstellen, um die Temperatur herunter zu kühlen. An sehr heissen Tagen können Sie zudem Wärmeflaschen mit kaltem Wasser verwenden oder Ihre Bettwäsche vor dem Schlafen gehen im Gefrierer herunterkühlen!

Haben Sie noch weitere Fragen, möchten sich zu Klimaanlagen beraten lassen oder suchen einen Installateur, um diese in Ihrem Haus zu installieren? Dann kontaktieren Sie Sadatherm noch heute per Email oder Telefon. Wir sind jederzeit gerne für Sie da und freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme!