So tauen Sie gefrorene Abwasserleitungen richtig auf

So tauen Sie gefrorene Abwasserleitungen richtig auf

Immer mal wieder im Winter kann es passieren, dass man böse aufwacht und trotz aller Vorkehrungen eine Abwasserleitungen zugefroren ist. Das kann auf Grund dessen, dass so allenfalls in einem Raum keine Wasserzufuhr vorhanden ist, einerseits nerven aber auch zum Beschädigen der Leitung (Wasserrohrbruch) führen. Wir widmen uns deswegen im Artikel dieser Woche diesem Thema und zeigen Ihnen auf, was Sie bei gefrorenen Leitungen unternehmen können.

Als erstes sollten Sie daher nach Rissen oder anderen Anzeichen einer geborstenen Leitung suchen, um so notfalls das Hauptventil zudrehen zu und massiven Schaden verhindern zu können. Rufen Sie in dem Fall unbedingt einen Sanitär zu Hilfe, um die Leitung reparieren zu lassen. Sollte die Wasserleitung noch intakt sein, dann können Sie die folgenden Massnahmen ausprobieren, um die Leitung aufzutauen:

1. Finden Sie heraus, wo genau die Leitung zugefroren ist

Testen Sie im Haus alle Wasserhähne, um zu sehen, zwischen welchen beiden die Leitung zugefroren ist. Wenn Sie alle davon zudem leicht offen lassen, dann kann durch leicht fliessende Wasser damit ein weiteres Zufrieren verhindert oder das Wasser in der Leitung mit etwas Glück gar aufgetaut werden. Sobald Sie wissen, welcher Teil wahrscheinlich zugefroren ist, können Sie von Hand oder mit einem Infrarot-Thermometer die Stelle finden, die merklich kälter ist. Schlagen Sie mit einem Schraubenzieher auf die Leitung, um zu hören, ob sie weniger hohl klingt, als andere Stellen.

Sollte der zugefrorene Leitungsabschnitt in der Mauer liegen, dann sollten Sie einen Sanitär zu Hilfe holen!

2. Verwenden Sie einen Föhn

Holen Sie einen Föhn an die Leitung, drehen ihn an und wärmen damit die Leitung auf. Halten Sie ihn allerdings nicht direkt gegen diese, da ein zu plötzliches oder ungleichmässiges Erhitzen zum Bersten der Leitung führen kann. Grundsätzlich gilt, dass Plastikrohre bei Temperaturen über 60° beschädigt werden können, während Metallleitungen mehr vertragen.

3. Erhitzen Sie die Luft

Allenfalls können Sie mit Heizungsgeräten oder Wärmelampen auch einfach die umstehende Luft erhitzen, um so die Rohre aufzutauen. Verwenden Sie bei Bedarf mehrere Heizgeräte, damit Räumlichkeiten so schneller und gleichmässiger warm werden.

4. Wickeln Sie heisse Handtücher um die Leitung

Eine weitere Möglichkeit zum Auftauen von zugefrorenen Leitungen ist, Handtücher in heissem Wasser zu tränken, diese auszuwringen und anschliessend um die Leitung zu legen. Allerdings sollten Sie in dem Fall die Handtücher alle 5-10 Minuten ersetzen – ansonsten funktioniert es nicht!

5. Halten Sie das Wetter im Blick

Sollte es in den folgenden Tagen um einige Grad wärmer werden, dann können Sie sich allenfalls auch den ganzen Aufwand sparen und ganz einfach das Wetter die Arbeit erledigen lassen. Das ist wesentlich einfacher und macht sämtliche Aktionen überflüssig!

Wenn Ihre Leitung aufgetaut ist, dann sollten Sie sie künftig vor dem Gefrieren schützen. Dies kann geschehen, indem Sie das Rohr isolieren, betroffene Räume gezielt heizen oder schlichtweg den Wasserhahn stets etwas auf lassen. Wenn immer etwas Wasser durch die Wasserleitung fliesst, dann ist es wesentlich unwahrscheinlicher, dass diese zufriert. Anders ausgedrückt wären massive Minustemperaturen nötig, um so trotzdem zu Problemen zu führen – was glücklicherweise in der Schweiz äusserst selten vorkommt!

Wichtig: rufen Sie bei Lecks, Rissen oder der Gefahr sonstiger Schäden unbedingt den Sanitär Ihres Vertrauens, um Schlimmeres zu verhindern!

Haben Sie noch weitere Fragen oder wünschen sich eine Beratung durch die Sadatherm, Ihrem Sanitär aus Zürich? Dann zögern Sie nicht und kontaktieren uns noch heute per Email oder Telefon. Wir sind immer gerne für Sie da und freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme!